Weltgebetstag 2021 Vanuatu

Alle Termine jeweils am 05. März

Fernsehgottesdienst

19:00 Uhr BibelTV

St. Laurentius Großkrotzenburg

Nebenstraße 20
63538 Großkrotzenburg

17:00 Uhr ökumenischer Gottesdienst

St. Paul Großauheim

An der Paulskirche 3
63457 Hanau

18:00 Uhr ökumenischer Gottesdienst

St. Elisabeth Hanau-Kesselstadt

Kastanienallee 68
63454 Hanau

19:15 Uhr ökumenischer Gottesdienst

Worauf bauen wir?

Diese Frage ist das Thema des Weltgebetstages am Freitag, dem 5. März 2021. Die Ordnung kommt in diesem Jahr aus Vanuatu. Vielen von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, geht es sicher genauso wie mir: Sie haben noch nie von diesem Land gehört. Es ist ein Inselstaat im Südpazifik zwischen Pazifik und Korallen Meer, der aus 83 Inseln besteht. Sie erstrecken sich über 1300 km. Die Hauptstadt Port Vila liegt an der Südwestküste der Insel Efate und ist das wirtschaftliche Zentrum des Inselstaates.
Man könnte meinen, Vanuatu ist eines der letzten Paradiese der Erde. Die Landschaft ist durch den botanischen Reichtum traumhaft schön und das Klima lässt keine Wünsche offen. Die wunderschönen Korallenriffe ziehen unzählige Taucher an. Andererseits ist Vanuatu durch den globalen Klimawandel sehr gefährdet. Zyklone, Tsunamis und Vulkanausbrüche bedrohen die ungeschützten Inseln massiv. Die Korallenriffe vor den Küsten bleichen und sterben. Der Meeresspiegel steigt und versalzt dadurch die Felder. Die Regierung plant darum, die reichen Industrienationen vor dem internationalen Gerichtshof zu verklagen, um Kompensationszahlungen und ein Umdenken in der globalen Klima- und Wirtschaftspolitik zu erreichen.
Leider gibt es in Vanuatu auch ein erschreckend hohes Ausmaß an Gewalt gegen Frauen und Kinder. Frauen haben zwar das Wahlrecht, aber keine einzige Frau ist im Parlament. Auch in der Wirtschaft, Politik, Justiz, Polizei und beim Militär dominieren die Männer.

Worauf bauen wir? Was ist uns wirklich wichtig?
Jesus sagt: Baut auf diese meine Worte in der Bergpredigt, dann wird euer Haus in Stürmen bestehen. Dort predigt er nicht etwa einen passiven Gewaltverzicht, sondern einen überraschenden Widerstand: Wenn einer dich auf deine rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die linke hin und zwinge ihn dadurch, dir auf Augenhöhe zu begegnen. Ducke dich nicht weg, sondern zeig deine Würde und Kraft.
Diese Bild passt auf das gebeutelte Vanuatu in seinem Kampf ums Überleben und für Klimagerechtigkeit. Es steht ebenso für den Kampf der Frauen um körperliche Unversehrtheit und Anerkennung ihrer Gleichberechtigung.

In welcher Form wir in diesem Jahr den Weltgebetstag in Großauheim und Großkrotzenburg feiern können, überlegt gerade eine Vorbereitungsgruppe. In Vanuatu gibt es eine sehr schöne Sitte: Wenn eine Frau dort mit einer anderen Person Kontakt aufnehmen will, nimmt sie ein paar schöne Blüten und legt sie vor deren Hütte auf die Terrasse oder ins Fenster. Nach einiger Zeit bemerkt die Eingeladene dieses Zeichen und es kommt zu einem Treffen. 

Hoffen wir, dass die Entwicklung der Pandemie uns ermöglicht, dass auch wir Blüten verteilen können. Mit Sicherheit gibt es am 5. März einen Fernsehgottesdienst, der um 19.00 Uhr auf BibelTV übertragen wird.
Darüber hinaus planen wir um 17.00 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in St. Laurentius, Großkrotzenburg, um 18.00 Uhr in St. Paul, Großauheim, und um 19.15 Uhr in St. Elisabeth, Kesselstadt.

Für die Weltgebetstags Teams
Eva Janssen

Auch wenn in diesem Jahr viele Planungen nicht erfüllt werden können, so wird doch wie jedes Jahr am 1. Freitag im März zum Weltgebetstag eingeladen. In welcher Form die Gottesdienste in Großauheim und Großkrotzenburg stattfinden können, wissen die Planerinnen noch nicht. Frauen aus Vanuatu laden uns in diesem Jahr ein. Ihre Liturgie hat das Motto: „Worauf bauen wir?“ Im Mittelpunkt steht der Bibeltext aus Mat. 7,24-27. Es geht darum: Worauf bauen wir unser Haus, auf Sand oder Felsen?
Vanuatu ist ein Staat im Südpazifik. Er besteht aus 83 Inseln, die sich auf 1.300 km erstrecken. Die mit Naturschönheiten reich gesegneten Inseln sind leider durch den globalen Klimawandel massiv bedroht. Die Korallenriffe sterben, die Felder versalzen durch Überflutungen und die tropischen Wirbelstürme werden stärker, zerstören weite Landstriche und töten viele Menschen.
2015 gab es eine der schlimmsten Naturkatastrophen, den Wirbelsturm Zyklon PAM, der vom 7. - 20. März die Inseln heimsuchte. Die Künstlerin Juliette Pita hat diesen
Zyklon zum Thema ihres Titelbildes zum Weltgebetstag 2021 „Cyclon PAM II. 13th of March 2015“ gemacht: Eine Frau versucht ihr Kind vor dem Wirbelsturm zu schützen. Man sieht gebogene Palmen, Schiffe, die mit den Wellen kämpfen, und Kreuze auf den Gräbern der umgekommenen Menschen.
Den Menschen half nicht, worauf sie ihre Häuser bauten. Ihnen hilft nur das gemeinsame verantwortungsbewusste Umgehen der Weltgemeinschaft mit der Natur. Dazu wollen uns die Frauen am Weltgebetstag aufrufen und dazu ruft uns auch der Text aus der Bibel auf.
Eva Janssen